Es gibt Momente im Leben, die verändern einen. Ob man das will oder nicht, man kann gar nichts dagegen machen. Aber genauso gibt es Zeiten im Leben, die müssen sich ändern, doch den Auslöser dafür muss man selbst betätigen. Oft merkt man erst, dass man in etwas festgefahren ist, wenn man schon längst etwas hätte ändern sollen. Was einen daraufhin nur noch mehr runterzieht und es noch schlimmer wird. Eigentlich komplett unnötig. Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Daran scheitert schon so vieles. Dass man sich nicht eingestehen kann, was man für Fehler macht, dass man nicht hinterfragt, wieso das alles überhaupt so ist um festzustellen, dass es nicht gut ist. Aber wenn man über diesen Punkt hinaus ist und sich über seine Probleme bewusst ist, ist der Anfang schon mal gemacht. Dann folgt der wohl schwerste Teil, nämlich, die Probleme zu bewältigen. Ich würde sagen, dass es hilfreich ist, sich kleine Ziele zu setzen. Ich neige dazu zu sagen, ab morgen hört das auf/wird ganz anders. Vielleicht klappt das dann auch ein paar Tage aber spätestens nach einer Woche ist es genauso wie vorher - außer, dass man einmal mehr die Erfahrung gemacht hat, dass man gegen seine Probleme nicht angekommen ist.
Deshalb denke ich mittlerweile, dass eine leichte Reduktion einen vermutlich eher ans Ziel führt, es dauert nur länger. In den meisten Fällen ist Ablenkung das Zauberwort, denn jeder kennt es, wenn man versucht, nicht an etwas zu denken, kreisen die Gedanken um kaum etwas anderes mehr. Ziemlich kontraproduktiv. Also muss man auf der einen Seite versuchen, besagtes Problem zu bekämpfen und im selben Zug einen Ausgleich schaffen, der einem positive Energie und Ablenkung schenkt. Wenn man so Stück für Stück seine Probleme durch etwas positives ersetzt, ist es zwar ein langer, aber sich lohnender Weg.
Was mir auch aufgefallen ist, dass Selbstakzeptanz ein großes Kriterium ist. Wer zu sich selbst nicht steht, nicht selbstbewusst ist oder gar an sich zweifelt oder sich nicht mag, dem wird es drei mal so schwer fallen, sich etwas Gutes zu tun bzw. sich zumindest nichts schlechtes mehr zu tun. Aber verdient nicht jeder Mensch ein glückliches Leben? Es ist doch eh schon so kurz. Die Steine, die man sich mit seinem Selbsthass in den Weg legt, schaden einem so viel mehr als anderen, die an diesem Selbsthass vielleicht Schuld sind.
Ist es nicht viel mehr wert, für das was man tut Anerkennung statt Mitleid zu bekommen? Ja, Anerkennung muss man sich verdienen, Mitleid kann man sich leichter einheimsen. Aber alles hängt irgendwie zusammen. Man braucht positive Ereignisse im Leben, auf die man stolz zurückblicken kann um an sich selbst zu wachsen. Wenn man in seinen Problemen stecken bleibt, wird es täglich Schwerer, da wieder rauszukommen.
Deshalb sollte man doch besser heute als morgen dagegen angehen, man lebt nur einmal und nicht ewig.
Mittwoch, 28. Januar 2015
The start of something new
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