Sonntag, 14. Dezember 2014

Filmwelten

Wie oft habe ich mir gewünscht, Teil einer erfundenen Welt zu sein. Im Auenland zu wohnen, meine Einladung für Hogwarts zu erhalten oder Ärztin am Seattle Grace Hospital zu sein. Gut, letzteres ist noch ziemlich neu, aber mal ehrlich, ich bin unglaublich gefesselt von Grey's Anatomy. Dass ich bei einer Serie so am Ball bleibe ist echt selten. Aber so viel schöner wäre es doch, in Hogwarts zur Schule zu gehen. Nicht zu wissen, in welches Haus man zugeteilt wird (laut pottermore wäre es bei mir Hufflepuff) oder an einem der langen Tische zu sitzen und nach Dumbledores Rede das Essen zu genießen. Andererseits habe ich mir bei den Filmen auch oft gedacht, dass ich diese oder jene Situation nicht miterleben will, weil sie einfach zu spannend oder unheimlich war.
Noch extremer war bzw ist es bei dem Herrn der Ringe. Keine anderen Filme haben mich je so fasziniert, so mitgerissen. Mit kaum einem anderen fiktiven Thema habe ich mich mehr beschäftigt als mit der Geschichte von Mittelerde, der Hobbits oder der Elben. Was würde ich dafür geben, sämtliche elbischen Sprachen zu beherrschen, auch die Schrift. Oder irgendwo im Auenland meine kleine Hütte zu haben. Ich kann die Filme mittlerweile mitsprechen, die Lieder mitsingen und alle relevanten Namen und Orte auswendig. Ich habe einen wahnsinnigen Respekt vor der Tiefe von Tolkiens Werken, wie viel dahintersteckt ist kaum zu realisieren. In irgendeinem Paralleluniversum schaffe ich auch so ein Meisterwerk. So abgerundet, so komplett, so undurchschaubar und irgendwie nie zu Ende.
Es ist vorstellbar, wie sehr ich mich über die dreiteilige Verfilmung des Hobbits gefreut habe. Manch einer findet meine Hingabe zu diesen Filmen albern, ein anderer kann es zu gut nachvollziehen. Nun ja. Aber in einer dieser Welten zu leben, statt in dieser.. Das wäre doch so viel besser.

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